Wie alles begann oder die Anziehungskraft der Farben.

Kreativität gehörte schon immer zu meiem Leben. Das heißt nicht, dass der Kunstunterricht zu meinen Lieblingsfächern gehörte.... nein, es war das freie Schaffen in den verschiedensten Techniken, die mich meinen Alltag vergessen ließen.

Von Klein an kritzelte ich auf allem rum, heute wären es Zentangle. Auch die Stoff -und Wolltechniken faszinierten mich. Das Zeichnen der Modelle und das Zusammenstellen der Farben - das war meine Welt.

Vernissagen haben mich immer angezogen und 2002 schenkte mir ein befreundeter Künstler nach dem Besuch seiner Ausstellung zwei Leinwände und etwas Acrylfarbe.

Es dauerte und fiel mir schwer diese jungfräulichen weißen Leinwände zu "beschmutzen", was wäre, wenn das Bild nichts würde? Lange überlegte ich, was ich denn malen solle. Da sah ich ein Bild von einem Gesicht und es faszinierte mich. Abstrakte Gesichter und Figuren hatte ich schon immer gerne gekritzelt, also warum nicht auch mal in Acryl versuchen?

So entstand das erste Bild , zögerlich und unsicher. Auch die nächsten Bilder wurden mit viel Liebe und Vorsicht gemalt, bis mir bewusst wurde, sie sind schön, aber wo war die Leichtigkeit.

 

Egypt 50x50 cm - 2002          Callas 50x50cm - 2003

                     

Mit drei Kindern und Beruf fehlte die Zeit und auch der Platz, um sich frei zu entfalten, also kamen die Malsachen erst mal in die Garage.

Nachdem ich 2 Jahre immer wieder um diese Kiste schlich und mein Mann mich animierte, siegten die Farben. 

So begann ich zu experimentieren : Gewürze, Rinden, Gräser und was sich sonst finden lies wurde eingearbeitet. Meine Familie drehte schon die Augen, immer sagte ich, das kann ich als Struktur verwenden. Auch als Farbe reichte mir das normale Angebot im Künstlermarkt nicht mehr. Die Küche und das Badezimmer geben jede Menge her und mit Pigmenten ließen sich wunderschöne brillante Farben zaubern. Manchmal wehrte sich ein Bild und fiel von der Leinwand, aber daraus lernte ich, begeistert von meiner Leinwand.

So entstanden neue Techniken, die Bilder bekamen Tiefe, ich konnte dank der Fliesen im Wohnzimmer und der Unterstützung meines Mannes frei malen. Die Aufräumarbeiten waren sicher immer recht aufwendig, aber die Malzeit erleben zu dürfen, war es mir wert. So entstanden immer freiere Bilder. 

 

 

 

        Der Weg I - 100x120cm - 2008

Wie es weiter ging .....